Die Rose

Die Rose ist eine Pflanze aus der Familie der Rosengewächse, zu denen unter anderem auch unsere Obstbäume, Schlehe und Weißdorn und Erdbeeren gehören.

Wuchs:

Rosen sind sommergrüne Sträucher, die sehr tief wurzeln. Es wird unterschieden zwischen Wildrosen und Kulturrosen. Besonders Wildrosen bilden gern Bodenausläufer und so entstehen große Kolonien. Aus den Wildrosen wurden durch Züchtung und Kreuzung diverse Sorten hervorgebracht. Mittlerweile gibt es weltweit über 30 000 Arten.

 

BONTANISCH: Rosen haben KEINE DORNEN, sondern Stacheln. Umgangssprachlich werden den Rosen Dornen nachgesagt - z.B. Keine Rose ohne Dornen!

 

Es wird vermutet, dass die Dornenhecke, die das Dornröschenschloss umgab, eher eine Weißdornhecke war….

 


Rosendeutung früher und heute

Die Rose war und ist eine Symbolträgerin über viele Jahrtausende und in vielen Kulturen. Dabei wird besonders der Widerspruch der perfekten Blüte zu den harten Dornen/Stacheln immer wieder angesprochen.

  • Die Rose steht für Schönheit, Anmut und Lebensfreude, aber auch für Blut, Wunden, Tot und Verfall.
  • Sie gilt als Symbol der Liebe, der göttlichen und der irdischen.
  • Sie war immer den Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttinnen geweiht (Griechen – Aphrodite, Römer – Venus, Germanen – Freia).
  • Die rote Rose steht für die Frau und die Liebe zu ihr.
  • Im Mittelalter galt die rote Rose als Inbegriff des Lasters und der Prostitution. Es gab „Rosengassen“ und „Rosenwinkel“, wo diese Frauen eine rote Rose trugen und ihre Dienste anboten, die Freier waren die „Rosengassler“.
  • Die Christliche Kirche tat sich lange schwer mit der Rosenverehrung, da die Rose auch wegen ihres betörenden Duftes als der Inbegriff von Leidenschaft, Verlangen und Lust galt. Mit dem Beginn der Marienverehrung im ersten Jh. nach Chr. wurde die rote Rose zur Blume der Gottesmutter Maria. Sie stand nun für reine Sittlichkeit und Unschuld.
  • Die Dornen der Rose symbolisieren das Leiden Christi.

 


  • Die Weiße Rose gilt als Symbol der Verschwiegenheit, das unter der Rose gesagte durfte nicht weitergetragen werden. Sie war Symbol von Geheimbünden wie dem der Freimaurer. Und sie wurde Symbol der Widerstandskämpferinnen um Sophie Scholl.
  • Die Rosenblüte galt auch als Symbol des Todes, weil ihre Blüte so schnell welkt.
  • Eine andere Bedeutung wird ihr mit Blick auf Kampf und Untergang im Krieg zugeschrieben. Wunden durch ein Schwert zugefügt, wurden als Rosen bezeichnet und besonders gute Hiebwaffen wurden auch Rosen genannt.
  • Die Rose gilt als Symbol der Vollkommenheit, weil sie die Gesetzmäßigkeiten des Pentagramms und des goldenen Schnitts in ihrer Blüte trägt
  • Die Rosenblüte wurde gern als Wappenblume genutzt (auch in Stadtwappen…) und als steinerne Variante schmückte sie Kirchen und Friedhöfe und auch als Rosenfenster in Kirchen war das Motiv beliebt.
  • In der Landbevölkerung galten undurchdringliche Rosenhecken als Schutz von Haus und Hof vor Dämonen und Hexen und für einen ruhigen und sicheren Schlaf.

Bauernregeln und Bräuche

  • Sind Rosen spät im Garten, lässt der Winter auf sich warten.
  • Viele Blüten im Frühsommer bringen einen guten Winter.
  • Viele Hagebutten bringen einen strengen Winter.
  • Iss zu Weihnachten eine Hagebutte, das bewahrt dich vor Schaden im nächsten Jahr.
  • Iss die erste Rosenblüte und du bekommst keine Gürtelrose.
  • Rosengalläpfel beruhigen Babys in der Wiege.

Ein paar Redewendungen zu Rosen

  • Pflück die Rose, wenn sie blüht, schmiede das Eisen, so lange es glüht.
  • Fürchte nicht der Dornen stechen, willst du schöne Rosen brechen.
  • Die Liebe ist wie der Tau, sie fällt auf Rosen und Kuhfladen.
  • Wer Rosen nicht im Sommer bricht, der bricht sie auch im Winter nicht.
  • Die Finger sticht, wer Rosen bricht.
  • Was wir hier kosen, bleibt unter den Rosen.
  • Arbeit pflanzt Rosen auf die Wangen.
  • Dass man an Rosen glaubt, das bringt sie zum Blühen.
  • Die Rosen verblühen, aber die Dornen bleiben.
  • Die Zeit entblättert jede Rose.
  • Disteln sind dem Esel lieber als Rosen.
  • Gemalte Rosen duften nicht.
  • Liebe sieht nur Rosen ohne Dornen.

 


Quellen:

Britta Seidel: In der Zauberwelt der Rosen. Eine kleine Kulturgeschichte

Angelika Gräfin Wolffskeel von Reichenberg u. a.: Rosenmedizin

Internet:

Wikipedia.de – Rosen

Welt-der-rosen.de

erzaehlkarawane-ammersee.de

Kathrin Meuche

Rosenfee & Kräuterzauber

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